{"id":1095,"date":"2011-04-04T22:35:43","date_gmt":"2011-04-04T21:35:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=1095"},"modified":"2023-05-11T10:40:04","modified_gmt":"2023-05-11T09:40:04","slug":"andere-trachtenteile","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=1095","title":{"rendered":"Andere Trachtenteile"},"content":{"rendered":"<p>Damit ich bis zu einem gewissen Termin in Tracht auftreten kann, fehlt au\u00dfer dem fertigen Mieder und der Geschn\u00fcrkette noch einiges. Am Wochenende habe ich B\u00fccher gew\u00e4lzt, um herauszufinden, was:<\/p>\n<p>ein Miederleibl,<br \/>\nein F\u00fcrtuch (=Sch\u00fcrze),<br \/>\nein Rock,<br \/>\nein Beschei\u00dferl, d.i. eine Art Chemisette mit plissiertem Kragen,<br \/>\nevtl. ein Halstuch, das besser pa\u00dft als diejenigen, die ich schon habe<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDa das Mieder aus Wollsatin ist, gilt es nicht als allzu fein, aber wegen der Seidenstickerei ist es auch nicht ganz allt\u00e4glich. Rock, Miederleibl und F\u00fcrtuch sollten also, passend dazu, aus h\u00fcbschen Baumwoll- oder Wollstoffen sein. F\u00fcr den gewissen Termin aber w\u00e4re nur Seide angemessen &#8211; f\u00fcrs Leibl, den Rock und das F\u00fcrtuch, und eigentlich auch f\u00fcr das Mieder. Ein neues, seidenes Mieder kriege ich auf keinen Fall bis zum Termin hin, da h\u00e4ngt zu viel Arbeit dran. Aber zum &#8222;einfachen&#8220; Mieder ein seidenes Miederleibl, einen seidenen Rock und ein seidenes F\u00fcrtuch, das mu\u00df doch zu machen sein, wenn auch grad so. Gen\u00fcgend Stoff in zusammenpassenden Farben fand sich in meinem Fundus:<\/p>\n<p>Von der <a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?cat=9\">graublauen Francaise<\/a> blieb gerade genug \u00fcbrig f\u00fcr einen Rock, n\u00e4mlich 238 cm. Ich ri\u00df zweimal 96 cm (die Rockl\u00e4nge) ab und wollte damit so weitermachen, wie ich es f\u00fcr einen Rock des 18. Jh. getan h\u00e4tte, d.h. zweimal 150 cm Weite. Aber dann fiel mir ein, da\u00df R\u00f6cke der Biedermeierzeit oft vorn einen Sparfleck hatten (sparsam, weil nicht in Falten gelegt, aber vor allem, weil aus billigem Stoff gemacht), an dessen einem Ende (meist links) der Verschlu\u00df eingerichtet war, am anderen eine Tasche. Bei einem Rock aus zwei gleich breiten Bahnen funktionierte das nicht. Es erschien mit also opportun, aus dem verbleibenden Stoffst\u00fcck von ca. 40 cm Breite einen Sparfleck zu machen.<\/p>\n<p>Daneben fand sich im Fundus ein gr\u00fcner Stoff &#8211; urspr\u00fcnglich daf\u00fcr gedacht, Sonnenschirme neu zu beziehen &#8211; , ca. 2,5 m lang und 1,5 m breit. Ca. 85&#215;150 cm gehen f\u00fcr ein F\u00fcrtuch ab, was etwa 165&#215;150 cm f\u00fcr ein Miederleibl \u00fcbrigl\u00e4\u00dft. Das sollte selbst f\u00fcr die aufwendigste \u00c4rmelverarbeitung der 1840er reichen.<\/p>\n<p>F\u00fcr ein Beschei\u00dferl, das nicht viel Stoff verbraucht, habe ich feinen Leinenstoff auf Lager. Das Hauptproblem wird sein, den Stoff zu plissieren. Genauer gesagt: Die Plisseefalten nach jeder W\u00e4sche wieder einzub\u00fcgeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Damit ich bis zu einem gewissen Termin in Tracht auftreten kann, fehlt au\u00dfer dem fertigen Mieder und der Geschn\u00fcrkette noch einiges. 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