{"id":1420,"date":"2011-11-14T23:06:16","date_gmt":"2011-11-14T22:06:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=1420"},"modified":"2016-04-22T11:39:40","modified_gmt":"2016-04-22T10:39:40","slug":"armstutzen-18-jh","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=1420","title":{"rendered":"Armstutzen"},"content":{"rendered":"<p>&lt;EDIT&gt; Uspr\u00fcnglich mal waren die Posts zu diesen Armstutzen unter &#8222;18. Jahrhundert&#8220; einsortiert. Das war aber eigentlich irref\u00fchrend. Klar, es gab Armstutzl dieser Form im 18. Jh., und ich habe sie auch f\u00fcr eine 18.-Jh.-Veranstaltung gemacht, die sehr kalt zu werden versprach. <strong>Aber<\/strong>: Habe ich schon mal gestrickte Stutzl dieser Art gesehen? Nein, weder in Bild- noch Schriftquellen und schon gar nicht als erhaltenes Artefakt. War es im 18. Jahrhundert \u00fcblich, mit Singlegarn zu stricken? Nein. Oder mit Garn dieser St\u00e4rke? Nein. Man hat vorzugsweise mit Garn gestrickt, das heute als &#8222;Lacegarn&#8220; bezeichnet w\u00fcrde, und mit Nadelst\u00e4rken, die man nur in wenigen spezialisierten Internet-Shops findet, n\u00e4mlich im Bereich unter 2mm.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nDer langen Rede kurzer Sinn: Bevor ich mir etwas abfriere, w\u00fcrde ich diese Handschuhe immer noch im 18. Jh. anziehen, aber so richtig A sind sie h\u00f6chstwahrscheinlich nicht. Und nun wieder zur\u00fcck ins Studio. &lt;\/EDIT&gt;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n\u00dcber den Sommer haben die <a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=1177#more-1177\">Drecksviecher<\/a> meine gestrickten warmen Armstutzen angefressen.  Beim Versuch der <a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=1387#more-1387\">Entmottung im Backofen<\/a> hatte ich nicht bedacht, da\u00df das Backblech nach dem Brotbacken noch hei\u00df war &#8211; es war so hei\u00df, da\u00df es einen der Armstutzen schwarz verbrutzelt hat. Und noch ein paar andere Sachen. Man m\u00f6chte brechen!  Die Lehre daraus: Die zu erhitzende Wolle immer nur auf ein unter 100\u00b0 hei\u00dfes Blech legen. Wenn die Backofenluft hei\u00dfer ist als 100\u00b0, macht das offenbar nichts, aber direkter Kontakt mit hei\u00dfem Blech ist p\u00f6se.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nJetzt stricke ich also nochmal Armstutzen, diesmal aus indigoblauer Wolle. Bei den alten war sowieso die Daumen\u00f6ffnung etwas eng und der Handteil ringelte sich ein, wie es glatt rechts Gestricktes so gern tut. Das f\u00fchlte sich komisch an und war irgendwie immer im Weg. Und die Trauben sind sowieso sauer. ;). Diesmal schreibe ich auch auf, wie:<!--more--><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n4er Nadeln<br \/>\n2\/1er Dochtwolle (Laufl\u00e4nge 200m\/100g)<br \/>\nAnschlag 44 Maschen*<\/p>\n<p>Achte beim aufteilen auf das Nadelspiel darauf, da\u00df der Anfangsfaden genau zwischen zwei Nadeln zu liegen kommt, und da\u00df die zwei Nadeln links und rechts des Anfangsfadens die gleiche Anzahl Maschen tragen. <\/p>\n<p>8R mit 1R 1L<br \/>\ndann glatt R weiter<br \/>\nnach 5R viert- und drittletzte M vor dem Anfangsfaden R verschr\u00e4nkt zusammenstricken<br \/>\n3.+4. M nach dem Anfangsfaden dito<br \/>\nAbnahme in jeder 6. R wiederholen, bis nur noch 28 M vorhanden.<br \/>\nGlatt rechts ohne weiteres Abnehmen weiter, bis das Gestrick so lang ist wie der Abstand von der Ellbogenbeuge bis zur Daumenwurzel.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nDas Zunehmen f\u00fcr die Hand kommt n\u00e4chstes Mal.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<hr>\n<p><font size=1>*) F\u00fcr einen Unterarm, der an der dicksten Stelle 25 cm Umfang hat, mittelm\u00e4\u00dfig fest gestrickt. K\u00f6nnte bei sehr festem oder sehr lockerem Strickstil variieren. Bei dickeren\/d\u00fcnneren Armen sowieso.<br \/>\n<\/font><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&lt;EDIT&gt; Uspr\u00fcnglich mal waren die Posts zu diesen Armstutzen unter &#8222;18. Jahrhundert&#8220; einsortiert. Das war aber eigentlich irref\u00fchrend. Klar, es gab Armstutzl dieser Form im 18. 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