{"id":1531,"date":"2012-02-24T15:32:26","date_gmt":"2012-02-24T14:32:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=1531"},"modified":"2013-02-19T19:06:50","modified_gmt":"2013-02-19T18:06:50","slug":"die-tage-werden-heller","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=1531","title":{"rendered":"Die Tage werden heller&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; und damit w\u00e4chst auch die Lust, mal wieder etwas kniffliges zu machen.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?cat=20\">Trachtenmieder Numero Zwei<\/a> war zwar langwierig in der Herstellung, aber Wollsatin ist nicht wirklich edel. Schon fast Allt\u00e4glich, eigentlich. Etwas richtig feines w\u00e4re nicht schlecht&#8230; Und der Trend geht bekanntlich zum Zweitmieder. *ahem*<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nZu allem \u00dcberflu\u00df bekam ich auch noch einen Tip, wo gerade dunkelblauer Seiden-Duchesse g\u00fcnstig (d.i. alles unter 60\u20ac\/m) zu erstehen sei. Nicht g\u00fcnstig genug, um sich gleich 10 m f\u00fcr eine Fran\u00e7aise oder ein Tourn\u00fcrenkleid auf Halde zu legen, aber den halben Meter f\u00fcr ein Mieder&#8230;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<strong>Schritt 1: Stickmuster aussuchen<\/strong>. D.h. B\u00fccher w\u00e4lzen, gugeln, gr\u00fcbeln. F\u00fcr die einen Muster hatte ich nicht das Material, andere waren mir zu \u00fcberladen. Am Ende habe ich selbst eines entworfen:<br \/>\n<div id=\"attachment_1533\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/mustervorzeichnung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1533\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/mustervorzeichnung-300x210.jpg\" alt=\"\" title=\"mustervorzeichnung\" width=\"300\" height=\"210\" class=\"size-medium wp-image-1533\" srcset=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/mustervorzeichnung-300x210.jpg 300w, http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/mustervorzeichnung.jpg 713w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1533\" class=\"wp-caption-text\">Musterentwurf<\/p><\/div><!--more--><\/p>\n<p>Den Miederschnitt habe ich \u00fcbrigens von der <a href=\"http:\/\/www.kleidungskultur.de\">Trachtenberatung Schwaben<\/a>, da kann man diverse Schnitte in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen kaufen. Die Miederschnitte sind durchaus nicht rein schw\u00e4bisch: Die Grundform eines Mieders ist zumindest Ober- und Niederbayern die gleiche.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<strong>Schritt 2: Schnitteile ausschneiden und zusammenheften<\/strong>. Die Au\u00dfenlagen bestehen aus dem Duchesse und einem alten Handweb-Leinen, das sch\u00f6n fein und dicht ist. Dicht, damit die Peddig-St\u00e4be sich sp\u00e4ter beim Tragen nicht hindurchbohren k\u00f6nnen.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nAnders als bei <a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?cat=20\">Numero Zwei<\/a> mache ich die Basis (d.h. die zwei Lagen, zwischen denen die St\u00e4be liegen) gleich mit, denn die Tunnel werden aus goldenem Vorlegfaden gemacht, der nur alle paar Millimeter mit einem Seidenfaden auf den Stoff aufgen\u00e4ht wird. Ich h\u00e4tte das wohl anders gemacht, wenn ich nicht ein Original h\u00e4tte, bei dem das genau so ist. Daraus ergibt sich, da\u00df die Peddigst\u00e4be nicht nachtr\u00e4glich in fertige Tunnel geschoben werden k\u00f6nnen &#8211; sie m\u00fcssen gleich beim Sticken vorsichtig an Ort und Stelle bugsiert und dann &#8222;eingetunnelt&#8220; werden. Also mu\u00df die zweite Basis-Lage beim Sticken schon vorhanden sein und mit durchstickt werden.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nAu\u00dferdem braucht man f\u00fcr Goldstickerei einen Stickrahmen, und zum aufspannen mu\u00df das Werkst\u00fcck auf ein gr\u00f6\u00dferes St\u00fcck Stoff geheftet werden. Dieses gr\u00f6\u00dfere St\u00fcck Stoff dient bei mir gleich als zweite Basis-Lage. Damit das durchsticken nicht zu m\u00fchsam wird, und weil Aussteuerleinen viel zu kostbar ist, um sp\u00e4ter das meiste wegzuschneiden, ist diese zweite Lage ein gew\u00f6hnlicher, aber dichter Baumwollstoff.<\/p>\n<div id=\"attachment_1536\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/aufgeheftet.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1536\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/aufgeheftet-300x221.jpg\" alt=\"\" title=\"aufgeheftet\" width=\"300\" height=\"221\" class=\"size-medium wp-image-1536\" srcset=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/aufgeheftet-300x221.jpg 300w, http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/aufgeheftet.jpg 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1536\" class=\"wp-caption-text\">Vorderteil, auf Tr\u00e4gerstoff geheftet.<\/p><\/div>\n<p>Die Musterzeichnung auf dem ersten Bild habe ich mit einem Aufb\u00fcgel-Stift nachgefahren und auf die R\u00fcckseite des Tr\u00e4gerstoffs aufgeb\u00fcgelt. So habe ich das Muster dauerhaft, ohne da\u00df man es sp\u00e4ter sehen wird.<br \/>\n<div id=\"attachment_1539\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/aufb\u00fcgelmuster.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1539\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/aufb\u00fcgelmuster-300x216.jpg\" alt=\"\" title=\"aufb\u00fcgelmuster\" width=\"300\" height=\"216\" class=\"size-medium wp-image-1539\" srcset=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/aufb\u00fcgelmuster-300x216.jpg 300w, http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/aufb\u00fcgelmuster.jpg 692w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1539\" class=\"wp-caption-text\">Stickmuster, aufgeb\u00fcgelt<\/p><\/div><\/p>\n<p>Auf der R\u00fcckseite n\u00fctzt das Mustern nat\u00fcrlich erstmal nichts. Deshalb \u00fcbertrage ich es auf die Vorderseite, indem ich Nadeln an den Linien entlang hindurchsteche&#8230;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/muster-durchstechen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/muster-durchstechen-300x184.jpg\" alt=\"\" title=\"muster durchstechen\" width=\"300\" height=\"184\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1540\" srcset=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/muster-durchstechen-300x184.jpg 300w, http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/muster-durchstechen.jpg 731w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#8230; das Ganze umdrehe, und auf der blauen Seite mit einem wei\u00dfen Buntstift die Nadeln miteinander verbinde.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/CIMG5709.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/CIMG5709-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"CIMG5709\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1541\" srcset=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/CIMG5709-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/CIMG5709-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da der Bunstsift sich mit der Zeit abreibt und verbla\u00dft, \u00fcbertrage ich immer nur das Musterteil, das ich aktuell sticken will. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; und damit w\u00e4chst auch die Lust, mal wieder etwas kniffliges zu machen. &nbsp; Trachtenmieder Numero Zwei war zwar langwierig in der Herstellung, aber Wollsatin ist nicht wirklich edel. 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