{"id":1721,"date":"2012-06-02T00:32:51","date_gmt":"2012-06-01T23:32:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=1721"},"modified":"2012-07-28T23:31:21","modified_gmt":"2012-07-28T22:31:21","slug":"original-taillen-teil-5-schlamperei","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=1721","title":{"rendered":"Original-Taillen, Teil 5: Schlamperei"},"content":{"rendered":"<p>Wie war das nochmal, die Viktorianer haben vers\u00e4ubert wie die Weltmeister? Alles sch\u00f6n ordentlich und so? Ha! Um nicht zu sagen: Haha!<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blau-innen-kragen-hinten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blau-innen-kragen-hinten-300x127.jpg\" alt=\"\" title=\"blau innen kragen hinten\" width=\"300\" height=\"127\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1724\" srcset=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blau-innen-kragen-hinten-300x127.jpg 300w, http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blau-innen-kragen-hinten-1024x436.jpg 1024w, http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blau-innen-kragen-hinten.jpg 1172w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nDie Innenseite eines kleinen Stehkragens. Rechts und links die Schultern\u00e4hte. Die Nahtzugaben des R\u00fccketeils reichten nicht mehr unter den Kragenbeleg. Na und? Lassen wir sie einfach lose! Der Kragenbeleg reicht nicht ganz bis zur Naht? Er ist zu kurz? Egal, wir setzen einfach was an (bei der linken Schulternaht)! <!--more--><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blau-innen-scho\u00df-detail.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blau-innen-scho\u00df-detail-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"blau innen scho\u00df detail\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1725\" srcset=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blau-innen-scho\u00df-detail-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blau-innen-scho\u00df-detail.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nSch\u00f6\u00dfchen von innen. Zur Orientierung: Oben links das schwarze ist der Stabtunnel auf der hinteren Mittelnaht. Hier wurden offenbar kleine Rest-Fitzelchen des Oberstoffs aufgepuzzelt, und zwar kreuz und quer. Im 18. Jh. hatte man noch schamlos im sichtbaren Bereich gest\u00fcckelt, im 19. Jh. nur noch innen. Na also, die Viktorianer waren doch  ordentlich! Relativ halt. Also in Relation zum 18. Jh.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blau-kragen-innen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blau-kragen-innen-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"blau kragen innen\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1727\" srcset=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blau-kragen-innen-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blau-kragen-innen.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nNochmal Kragen, diesmal von vorn. Wieder der lieblos draufgeknallte Beleg &#8211; f\u00fcr solche N\u00e4hte w\u00fcrde ich mich sch\u00e4men! Und links hat man offenbar ein Eck ans Vorderteil angeschnitten und dann versch\u00e4mt weggeklappt. \u00dcbrigens: Auf dem Taillenband steht der Name einer Schneiderei. Nix Eigenbau!<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/braun-sch\u00f6\u00dfchen-innen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/braun-sch\u00f6\u00dfchen-innen-300x201.jpg\" alt=\"\" title=\"braun sch\u00f6\u00dfchen innen\" width=\"300\" height=\"201\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1729\" srcset=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/braun-sch\u00f6\u00dfchen-innen-300x201.jpg 300w, http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/braun-sch\u00f6\u00dfchen-innen.jpg 893w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nA propos St\u00fcckeln: Hier das Sch\u00f6\u00dfchen der braunen Taille. Da flitzt mal eben eine Webkante diagonal \u00fcber den Beleg, und dann wird ein Flicken draufgesetzt. Der Rest ist immerhin symmetrisch. Naja, halbwegs. An beiden Bildr\u00e4ndern sehen wir, da\u00df man an Oberstoff sparen wollte: Wie bei den Vorderkanten setzte man offensichtlich billigeren, schwarzen Stoff auf. Andererseits sind die Nahtzugaben alle mit schmalem Seidenband vers\u00e4ubert. Was bedeutet das, wenn man f\u00fcr Vers\u00e4uberung und f\u00fcr St\u00fcckeln viel Zeit investiert? Entweder, da\u00df der Oberstoff verdammt teuer war &#8211; oder Arbeitszeit immer noch verdammt billig. Zur Zeit der industriellen Revolution, mit Spinn- und Webmaschinen einerseits, in die St\u00e4dte dr\u00e4ngendem Proletariat und  d\u00fcsteren Jobaussichten f\u00fcr Frauen anderererseits, tippe ich auf letzteres.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/creme-innen-vorderkante-oben-weggeklappt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/creme-innen-vorderkante-oben-weggeklappt-156x300.jpg\" alt=\"\" title=\"creme innen vorderkante oben weggeklappt\" width=\"156\" height=\"300\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1733\" srcset=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/creme-innen-vorderkante-oben-weggeklappt-156x300.jpg 156w, http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/creme-innen-vorderkante-oben-weggeklappt.jpg 312w\" sizes=\"auto, (max-width: 156px) 100vw, 156px\" \/><\/a><br \/>\nRechte Vorderkante des cremefarbenen Teils, das sehr wahrscheinlich ein Brautkleid war. Wie in Teil 3 erw\u00e4hnt, wurde die Vorderkante an die Webkante angelegt &#8211; auch im Futter. Da spart man sich das Vers\u00e4ubern. F\u00fcr den V-Ausschnitt wurde(n) die Webkante(n) vom oberen Ende der Knopfleiste an einfach nur diagonal nach innen geklappt und vermutlich eingeb\u00fcgelt. Fertig. Ann\u00e4hen? Oberstoff an Futter ann\u00e4hen? Wird \u00fcberbewertet! Ich sag&#8217;s ja immer: Von Truly Victorian braucht man nur einen Schnitt, n\u00e4mlich den f\u00fcr um 1880, der weit \u00fcber die H\u00fcfte runterreicht. Untenrum schnippelt man einfach weg, was f\u00fcr das gew\u00fcnschte Modell zuviel ist, und wenn man statt hochgeschlossen einen V-Ausschnitt will, klappt man einfach den \u00dcberschu\u00df nach innen weg. Hochauthentisch, wie wir sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie war das nochmal, die Viktorianer haben vers\u00e4ubert wie die Weltmeister? Alles sch\u00f6n ordentlich und so? Ha! Um nicht zu sagen: Haha! 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