{"id":335,"date":"2009-12-06T22:54:49","date_gmt":"2009-12-06T21:54:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=335"},"modified":"2011-09-22T22:04:57","modified_gmt":"2011-09-22T21:04:57","slug":"trachtenmieder-die-zweite","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=335","title":{"rendered":"Trachtenmieder, die Zweite"},"content":{"rendered":"<p>Das Trachtenmieder, das ich mal auf die Schnelle f\u00fcr eine Veranstaltung zusammengedengelt hatte (siehe   Kategorie &#8222;<a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?cat=6\">Trachtenmieder 1<\/a>&#8222;), mache ich jetzt endlich neu. Diesmal ist der Oberstoff schwarzer Wollsatin. Der war gar nicht leicht zu finden und &#8211; man glaubt es kaum bei einem eigentlich so einfachen Stoff &#8211; einer der teuersten, die ich je verarbeitet habe: 49 Euranten den Meter. Nur gut, da\u00df ein halber Meter reicht! <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.marquise.de\/en\/ethno\/bayern\/mieder-muster.jpg\" alt=\"Vorlage\" width=\"242\" height=\"236\" \/><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nDas Problem mit dem urspr\u00fcnglichen Mieder war, da\u00df sich das Peddigrohr durch den Oberstoff (Leinen, <em>Aina<\/em> vom Elch) nach au\u00dfen bohrte. Der Wollsatin ist in der Hinsicht bestimmt nicht besser. Deshsalb verarbeite ich ihn zusammen mit einem ganz besonders feinen, dicht gewebten Leinen als eine Lage. Da d\u00fcnnes und gleichzeitig dichtes Leinen heute kaum noch produziert wird, ist die Unterlage aus altem Aussteuerleinen. Zusammen kommen diese beiden Lagen dann auf die zweilagige Basis mit den St\u00e4ben darin, und innen dann noch Futter &#8211; macht f\u00fcnf Lagen. Allzu dick sollte also keiner der Stoffe sein. Deshalb werde ich vermutlich diesmal auf Rupfen verzichten und stattdessen Leinen f\u00fcr die innere Basislage nehmen.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nPhase eins aber ist das besticken. Erst werden Wollsatin und Leinenlage \u00fcber die ganze Fl\u00e4che glatt aufeinandergeheftet, dann der erste Teil des Musters mit wei\u00dfem Bunstift angezeichnet. Die Markierung verschwindet nicht gar so schnell wie Schneiderkreide, und nat\u00fcrlich lassen sich mit Bunstiften viel feinere Linien zeichnen. Trotzdem mu\u00df man immer ein Musterteil anzeichnen, nachsticken, dann erst das n\u00e4chste anzeichnen usf., weil die Markierung bei der Handhabung allm\u00e4hlich blasser wird und endlich ganz verschwindet. Diese &#8222;magischen&#8220; Stifte, die am Ende durch Feuchtigkeit wieder verschwinden, m\u00b4\u00dfte es mal in Wei\u00df geben. \ud83d\ude09<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nDie Vorlage ist <a href=\"http:\/\/www.marquise.de\/de\/ethno\/bayern\/mieder.shtml\">dieses erhaltene Mieder<\/a>. Die Stickerei ist in einer Art Perlgarn ausgef\u00fchrt, nur viel d\u00fcnner als das normale heutige Perlstickgarn &#8211; etwa so dick wie Knopflochseide. Ich verwende <em>Soie Perl\u00e9e<\/em> von Au ver a Soie. Bis auf die Stengel sind alle Musterteile &#8211; stilisierte Rosenbl\u00fcten und Bl\u00e4tter &#8211; mit Karton unterlegt. Einen knappen Millimeter dick sollte die Pappe sein, und da sie nicht hellgrau zwischen den schwarzen Plattstichen durchgrinsen soll, f\u00e4rbe ich sie vorher schwarz ein.  Leider kann ich momentan kaum daran weiterarbeiten, weil Schwarz auf Schwarz wahnsinnig auf die Augen geht, sofern man nicht sehr, sehr viel Licht hat. Kunstlicht reicht da nicht.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-335 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/stick_detail.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/stick_detail-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/stick_au\u00dfen.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/stick_au\u00dfen-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/stick_innen.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/stick_innen-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Trachtenmieder, das ich mal auf die Schnelle f\u00fcr eine Veranstaltung zusammengedengelt hatte (siehe Kategorie &#8222;Trachtenmieder 1&#8222;), mache ich jetzt endlich neu. 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