{"id":399,"date":"2010-04-02T01:02:15","date_gmt":"2010-04-02T00:02:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=399"},"modified":"2011-09-22T22:03:42","modified_gmt":"2011-09-22T21:03:42","slug":"trachtenmieder-fortsetzung-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=399","title":{"rendered":"Trachtenmieder, Fortsetzung"},"content":{"rendered":"<p>Da die Tage l\u00e4nger werden, kann ich auch l\u00e4nger am Mieder arbeiten. Beide Vorderteile sind inzwischen fertig.<br \/>\nDie Stickerei wird oben und unten von einem Doppeltunnel umrahmt, mit je einem Peddigrohr-Stab darin. Darunter liegen  schr\u00e4g nach au\u00dfen geneigte, leicht gebogene Doppeltunnel. Beim Original waren die Tunnel mit fein glattgeschliffenen Fischbeinst\u00e4ben gef\u00fcllt. <!--more--><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nAls Ersatz benutze ich, wie schon beim ersten Mieder, runde Peddigrohrst\u00e4be von ca. 1,5 mm Durchmesser. D\u00fcnnes, rundes Peddig ist ziemlich elastisch und an der Oberfl\u00e4che recht rauh, mit hie und da abstehenden Fasern. Deshalb kann man es nicht, wie bei einer mit Fischbein- oder Plastikst\u00e4ben versteiften Schn\u00fcrbrust, erst nachtr\u00e4glich in die fertigen Tunnel einschieben: Der Tunnel m\u00fc\u00dfte recht weit sein, damit es selbst dann flutscht, wenn abstehende Fasern zu Widerhaken werden, aber die Tunnel sollten eher eng sein, damit sie sich au\u00dfen plastisch abzeichnen. Nur: Wenn es mal ein bi\u00dfchen eng wird, m\u00fc\u00dfte man so fest schieben, da\u00df das Material sich stauchen oder gar knicken w\u00fcrde. Ist das einmal passiert, kann man den Stab nur noch wegwerfen.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nAlso kommt man um die m\u00fchsamere Variante nicht herum: Erst eine Tunnelnaht machen, dann den Stab dagegendr\u00fccken, ihn fixieren, dann die andere Tunnelnaht n\u00e4hen. Da sich der Stoff nun nicht mehr biegen l\u00e4\u00dft, kann man die Nadel nicht mehr bequem auf- und abf\u00fchren, d.h. man mu\u00df jeden Stich einzeln machen. Das ist ziemlich zeitaufwendig.<br \/>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-399 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/vorn_tunnel.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/vorn_tunnel-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-401\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-401'>\n\t\t\t\tHalbfertiger Tunnel im Vorderteil \n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/tunnel_innen.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/tunnel_innen-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-402\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-402'>\n\t\t\t\tTunnel im Vorderteil, von innen\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n<br \/>\nZum fixieren habe ich im Abstand von ca. 2 cm Nadeln senkrecht von au\u00dfen durch den Stoff gestochen und sie dann seitlich wieder hoch (linkes Bild oben). Das hatte den leidigen Effekt, da\u00df sich die innere Leinenlage eher um den Stab rundet als der Oberstoff.  Eigentlich sollte es andersrum sein &#8211; einerseits, damit die St\u00e4be sich nicht so auf die Haut durchdr\u00fccken, andererseits, weil wie oben gesagt die Plastizit\u00e4t der St\u00e4be ein wichtiges dekoratives Element darstellt &#8211; und das geh\u00f6rt nun mal auf die Au\u00dfenseite. Vielleicht hilft es, die Halte-Nadeln von innen her durchzustecken. Das habe ich bisher vermieden, weil ich f\u00fcrchte, da\u00df ich mich dauernd an den unsichtbaren Nadeln stechen und aufkratzen w\u00fcrde. Wie man&#8217;s macht, macht man&#8217;s falsch.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nWenn man die St\u00e4be nach und nach einn\u00e4ht, ist die richtige Reihenfolge wichtig: Die innerste Tunnelnaht mu\u00df zuerst gemacht werden (also z.B. die quer unter der Stickerei), dann der innere Stab, dann der \u00e4u\u00dfere, und dann erst die darunter schr\u00e4g verlaufenden. Nur so kann man jeden Stab von den Stoffkanten her einschieben, ohne da\u00df es Engstellen gibt.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nAls zus\u00e4tzliche Schwierigkeit sind meine Katzen gerade im fr\u00fchj\u00e4hrlichen Fellwechsel, was auf dem Foto von der Au\u00dfenseite (oben links) kaum zu \u00fcbersehen ist. Ich mu\u00df die Werkst\u00fccke oft mit einem Klebroller bearbeiten, damit ich die Katzenhaare nicht mit einn\u00e4he. Au\u00dferdem sorgt die Handhabung beim Tunneln\u00e4hen daf\u00fcr, da\u00df die Sticktiche an den Blattspitzen, die weitgehend parallel zur Kante der Kartonunterlage liegen und schon beim Sticken nur mit gutem Zureden dazu zu \u00fcberreden waren, nicht davon herunterzurutschen, nun genau das tun. Ich kann sie zwar wieder auf den Karton hinaufhebeln, aber wie lang wird das wohl halten, wenn ich das Mieder dann mal trage?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da die Tage l\u00e4nger werden, kann ich auch l\u00e4nger am Mieder arbeiten. 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