{"id":46,"date":"2007-03-22T00:14:29","date_gmt":"2007-03-21T23:14:29","guid":{"rendered":"http:\/\/contouche.de\/projektblog\/?p=46"},"modified":"2007-04-06T02:33:13","modified_gmt":"2007-04-06T01:33:13","slug":"der-tournurenrock","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=46","title":{"rendered":"Der Tourn\u00fcrenrock"},"content":{"rendered":"<p>Wie immer, wenn etwas neues ansteht, brauchte ich einen gewissen psychischen Anlauf.<\/p>\n<p>Den Rock habe ich nach dem Schnitt TV (Truly Victorian) 261 zugeschnitten. Beim Probeteil kippten die Seitenn\u00e4hte nach hinten, was kein Wunder ist, da die Tourn\u00fcre darunter nicht auf einem TV-Schnitt beruht: Die Tourn\u00fcre ist offenbar gr\u00f6\u00dfer als bei TV vorgesehen. Also habe ich in der Hinterbahn ordentlich Stoffweite zugegeben, um das auszugleichen.<\/p>\n<p>Den Rock habe ich zuerst aus Futterstoff zugeschnitten, dann die Teile auf den Oberstoff gelegt und die Oberstoffteile entsprechend geschnitten \u2013 aber nur bis gut zu H\u00e4lfte. Die untere H\u00e4lfte des Rockes wird mit Falten besetzt, also ist es nicht n\u00f6tig, da\u00df sie vollfl\u00e4chig mit Oberstoff belegt wird. Die halben Oberstoffteile habe ich rundherum aufs Futter geheftet und dann alles zusammengen\u00e4ht.<\/p>\n<p><a title=\"Basisrock\" class=\"imagelink\" href=\"http:\/\/contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2007\/04\/basisrock.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"Basisrock\" id=\"image47\" src=\"http:\/\/contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2007\/04\/basisrockVorschaubild.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Um festzustellen, wie breit die Faltenteile sein m\u00fcssen, mu\u00dfte ich erstmal herausfinden, wie lang der Rock f\u00fcr mich sein mu\u00df, und zwar vorn (vor er glatt herunterh\u00e4ngt) und hinten (wo er \u00fcber die Tourn\u00fcre h\u00e4ngt). Seltsam: Die Differenz zwischen vorn und hinten ist die gleiche wie zwischen vorn und Seite \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.marquise.de\/de\/1700\/glossar\/poches.html\">Poschen<\/a>, n\u00e4mlich 13 cm.<\/p>\n<p>Vom Ende des Oberstoff-Belegs bis zum Saum waren es gut 35 cm. Also mu\u00dften die Falten 35 cm hoch sein. Da der Oberstoff ziemlich flimsig ist, besorgte ich braunen Seiden-Organza und schnitt ihn in 35-cm-Streifen, die ich zu einer L\u00e4nge von knapp 5 Metern zusammensetzte. Vom Oberstoff schnitt ich vier 40-cm-Streifen, die zusammen 480 cm lang waren. Die legte ich rechts auf rechts auf die Unterkante des Organzas und n\u00e4hte sie mit gro\u00dfen Maschinenstichen und schmaler Zugabe fest. Dann faltete ich den Oberstoff um den Organza herum, b\u00fcgelte beide Lagen aufeinander flach, steckte die Oberkanten aneinander, faltete die Oberkante des Oberstoffes um die Oberkante des Organzas und steckte das wieder fest. Ich legte die Kante des Oberstoffs nach innen um und befestigte sie mit Saumstichen, die immer nur millimeterweise nach au\u00dfen treten. Damit hatte ich einen Stoffstreifen mit oben und unten sauberen Kanten.<\/p>\n<p>Dann fing ich an zu rechnen: Die Saumweite meines Rockes betrug gut 2 Meter. Nach oben (also da, wo der Faltenstreifen angesetzt w\u00fcrde) geringf\u00fcgig abnehmend. Der Organzastreifen war knapp 5 Meter lang. Wenn ich den Streifen in soundso tiefe Falten legte, w\u00e4re er am Ende soundso lang und w\u00fcrde dann um den Rocksaum herumreichen oder nicht.<br \/>\nBeim Einlegen der Falten ergab sich die Schwierigkeit, da\u00df die Organza-Unterlage und der Satin-Oberstoff sich unterschiedlich legen wollten. Ich werde nun die bisherigen, etwas krummen Falten wieder ausb\u00fcgeln, die Faltenbr\u00fcche oben und unten am Streifen markieren und dann entlang der inneren Faltenbr\u00fcche Oberstoff und Organza mit gro\u00dfen Maschinenstichen zusammenn\u00e4hen. Das hilft hoffentlich, m\u00f6glichst gerade Falten einzulegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie immer, wenn etwas neues ansteht, brauchte ich einen gewissen psychischen Anlauf. Den Rock habe ich nach dem Schnitt TV (Truly Victorian) 261 zugeschnitten. 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