{"id":885,"date":"2010-10-28T00:19:30","date_gmt":"2010-10-27T23:19:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=885"},"modified":"2010-10-28T00:21:26","modified_gmt":"2010-10-27T23:21:26","slug":"mehr-nadelbinderei","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/?p=885","title":{"rendered":"Mehr Nadelbinderei"},"content":{"rendered":"<p>Auch wenn ich eine Schreibtischlampe so auf das B\u00fcgelbrett stelle, da\u00df sie von oben auf die Stickerei leuchtet, ist es kein Spa\u00df, bei Kunstlicht an den Taschen zu sticken. Also habe ich ein Parallelprojekt angefangen, das sich f\u00fcr &#8222;mal eben vor dem Fernseher&#8220; eignet: Nadelgebundene Armstutzen, die vom Ellenbogen bis zum Fingeransatz reichen, mit einem Abzweig f\u00fcr den Daumen. Das gleiche br\u00e4uchte ich eigentlich auch f\u00fcrs 18. Jh., und zwar einmal gestrickt (f\u00fcr warm &#8211; ach w\u00e4re Nadelbinden doch f\u00fcrs 18. jh. authentisch!) und einmal aus Taft (f\u00fcr schick). Das mu\u00df jetzt noch warten. <!--more--><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nAus dem Fundus selbergef\u00e4rbter Wolle w\u00e4hlte ich ein Kn\u00e4uel 2\/1-Dochtwolle in Krapprot. F\u00fcr moderne Strickerei w\u00e4re das eher d\u00fcnn, f\u00fcr Str\u00fcmpfe des 18. Jh. reichlich dick, f\u00fcr die Daumenfessel-Methode ist es grenzwertig: Da der Arbeitsfaden um den Daumen gelegt wird, schreibt die Dicke des Daumens auch die Gr\u00f6\u00dfe der Maschen vor. F\u00fcr 2\/1er Wolle ist ein Daumen eigentlich zu dick. Da ich eher dicht arbeiten will, damit der Wind nicht so durchpfeift, mu\u00df ich bei jedem Stich die hintere, zwischen Daumen und Zeigefinger eingeklemmte Masche nachtr\u00e4glich kleiner ziehen und die vordere eher um die Oberkante des Daumennagels als um den Daumen legen. Deshalb geht es nicht gar so schnell voran wie bei den Socken, aber allemal schneller als bei der Taschenstickerei.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nNach nur zweieinhalb Abenden war ich schon vom Ellenbogen bis zur Handwurzel vorgedrungen. Obenherum sitzt der Stutzen relativ eng und soll es auch, damit er nicht so leicht herunterrutscht. Zum Handghelenk hin wird er nur auf den letzten Zentimetern sehr geringf\u00fcgig enger, weil beim Anziehen die eher breite Hand immer noch durchpassen mu\u00df. Danach wird der Stutzen wieder weiter, aber auch nur sehr m\u00e4\u00dfig, denn die Hand ist zwar viel breiter als der Arm, aber auch flacher. Ich ziehe den Stitzen immer wieder \u00fcber, um zu sehen, ob die Weite pa\u00dft.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/schritt1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/schritt1-300x134.jpg\" alt=\"\" title=\"schritt1\" width=\"300\" height=\"134\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-887\" srcset=\"http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/schritt1-300x134.jpg 300w, http:\/\/www.contouche.de\/projektblog\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/schritt1.jpg 889w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn ich eine Schreibtischlampe so auf das B\u00fcgelbrett stelle, da\u00df sie von oben auf die Stickerei leuchtet, ist es kein Spa\u00df, bei Kunstlicht an den Taschen zu sticken. 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