Robe

Generischer Begriff für das mantelartige Damenobergewand, siehe auch Manteau.

Die Robe reicht von den Schultern bis zum Boden und wird über einem Rock (Jupe) getragen. Sie ist je nach Dekade entweder von den Schultern bis zum Boden, von der Taille bis zum Boden oder nur von der Taille aufwärts offen, hat aber in jedem Fall den Verschluß vorne. Dieser kann darin bestehen, daß die Vorderkanten auf dem Korsett oder dem Stecker mit Stecknadeln befestigt oder angenäht werden, als Schnürung oder Reihe von Bandschleifen oder aber mit Haken und Ösen eingerichtet sein. Ist die Robe unterhalb der Taille offen, wird der untere Rock (Jupe) sichtbar. Ist sie oberhalb der Taille offen, gibt sie den Blick auf den Stecker frei.

Im Gegensatz dazu trugen weniger wohlhabende Frauen Jacken gleichen Schnitts wie die Robe, nur eben kürzer. Aber auch reiche Damen trugen solche Jacken (Caraco, Casaquin) als Negligé, während umgekehrt auch weniger wohlhabende Frauen Roben trugen, nur eben aus billigerem Material wie Wolle oder Leinen.

Je nach Schnitt, Material, Fasson bekam eine Robe Beinamen "à la...". Die beständigsten, langlebigsten der "à la"-Familie waren die Robe à la Française (ca. 1720-1770) und die Robe à l'Anglaise (ca. 1770-1780), gefolgt von der Robe à la Polonaise (ca. 1770-1780). Manch andere Stile waren Strohfeuer und unterschieden sich von anderen nur durch Details, die beim Betrachten zeitgenössischer Modekupfer beim besten Willen nicht ins Auge springen. Unter den Stilen mit einer Halbwertszeit von mehr als fünf Monaten sind die wichtigeren: Ó la turque, LÚvite, robe en chemise, robe battante, robe volante, à la circassienne.