Fertig

Die Übung mit dem Lahn muß tatsächlich geholfen haben, denn der Rest der Brieftasche ging erstaunlich schnell.

Das Stickvlies war von der Sorte, die sich in Wasser auflöst. Die Stickerei hat das gut überstanden. Zum trocknen habe ich das Ganze wieder in den Stickrahmen gespannt, damit es sich nicht wellt. Dann habe ich die Rückseite eingeleimt und damit gleich ein Stück kräftiges Papier angeklebt, zur Versteifung. Das Innere sollte, wie bei den Originalen, die ich kenne, aus zwei Fächern bestehen, also brauchte ich eine steife Trennwand. Dafür habe ich vier Lagen jenes kräftigen Papiers miteinander verklebt.
brieftaschehinten

Als Innenfutter wäre eine dünne Seide ideal gewesen, aber ich hatte keine in einer passenden Farbe. Also wählte ich einen stark gerippten Seidentaft, den ich mit Indigo gefärbt hatte. Der erwies sich als etwas zu steif, aber da mußte ich nun durch. Damit bezog ich die Trennwand und nähte sie dann durch den Bezug hindurch auf das zugeschnittene Futter. Dann befestigte ich das Futter mit Matratzenstich am Oberstoff.
brieftaschevorn

Zum Schluß habe ich das Ganze kräftig gebügelt. Auch das haben Seide und Silber gut überstanden.

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2 Responses to Fertig

  1. Sabine says:

    Was für eine wunderschöne kleine Kostbarkeit! Wie ein Original.
    Ich nehme an, es ist etwa in der gleichen Größe gefertigt wie die Vorlage ‘Constantinople 1766’? Die doch recht kleinen Maße machen die Stickerei noch faszinierender.

  2. webmistress says:

    Vielen Dank! Auswendig weiß ich leider nicht mehr, wie groß das Original war. Ich glaube, ich habe ein bißchen aufgerundet, weil ich Bammel hatte, daß ich so viel Muster nicht unterbringe, weil ich gar nicht so klein arbeiten kann. Ich habe mitunter schon mit der Lupe gearbeitet. Die jetzigen Maße sind 20 x 9 cm.

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