Posts Tagged ‘Nadelbinden’

Taschenstickerei 2

Tuesday, November 23rd, 2010

Wie gesagt, es geht langsam voran, weil ich fast ausschließlich bei Tageslicht sticke, also am Wochenende.
 

Phase 2

Phase 2

Ich kann mich nicht entscheiden, welche Technik ich anwenden will. Die zeitgenössische Vorlage ist komplett in Kettenstich gestickt, aber eben auch mit Wollgarn. Bei der blauen Blume mit roter Mitte habe ich mich in schattiertem Plattstich versucht, aber dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen den einzelnen Blütenblättern. Bei der roten Blume in der Mitte habe ich Plattstich mit Kettstich umrandet, aber das wirkt grobschlächtig.
 
Bei den gelben Blüten und den Blättern habe ich probiert, die dunklere Seite in Knopflochstich zu machen, so daß sich dort eine Begrenzungslinie ergibt, die so scharf in Plattstich nicht zu machen ist, wenn nicht auch der Grundstoff sehr fein ist – und das ist Leinen nun mal nicht. (more…)

Armstutzen 3 und fertig

Wednesday, November 3rd, 2010

Die Reihen, die die Hand umschließen, nadelte ich für sechs Reihen weiter, d.h. bis knapp über den Fingeransatz hinaus, zog die Maschen zum Ende hin immer kleiner und vernähte den Faden dann.
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Armstutzen 2

Monday, November 1st, 2010

Der Stutzen wurde ganz allmählich breiter, bis ca. 1 cm unterhalb der Stelle, wo der Daumen sich von der Hand abspaltet. Dort machte ich den Schlitz für den Daumen. Da die Hand oberhalb davon schmaler ist, machte ich die “Luftmaschen”-Reihe oberhalb des Schlitzes kürzer als unterhalb:

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Nadelbinden für Linkshänder: Eine Anleitung

Friday, October 29th, 2010

Wie schon früher gesagt, habe ich mir nach linkshändigen Nadelbinde-Anleitungen die Finger wundgegoogelt, ohne Erfolg. Alles, was ich fand, waren Rechtshänder-Anleitungen, in denen es hieß, “Linkshänder machen es einfach andersherum”. Ha, ha. Einfach andersherum. Selten so gelacht! Die haben ja keine Ahnung. *knurr*
 
Also habe ich am Beginn meines akutellen Projekts einfach mal die Kamera draufgehalten. Ein Filmchen wäre natürlich noch besser, aber dafür bräuchte ich eine dritte Hand, die die Kamera hält. Jetzt weißt Du auch gleich, warum auf den folgenden Bildern immer nur die rechte Hand zu sehen ist: Die Linke (welche auch sonst?) hielt die Kamera.
 
Was nun folgt, ist eine Anleitung für den Oslo-Stich in Daumenfessel-Methode. Je nach Feedback könnten andere Stiche folgen. Wenn Euch diese Anleitung gefällt, oder wenn sie nicht verständlich genug ist, kommentiert bitte fleißig! (Geht auch mit Facebook-Login.)
 
Für die ersten Übungen nimm am besten Dochtwolle der Stärke 1/1 oder eine Strickwolle von mindestens Nadelstärke 5, besser 6. Die Nadel dazu sollte nicht breiter sein als 8-9 mm und nicht dicker als 3-4 mm. Länge 7-10 cm. Siehe auch Eintrag über Nadeln.
 
Die Anleitung
 
Für die allerersten Übungen solltest Du ein Fadenstück nehmen, das nicht länger ist als Deine Armspannweite, also ca. 1,5 Meter, lieber noch ein bißchen kürzer. Ein längerer Faden verheddert sich gern mal und verhält sich nicht so wie auf den Anleitungs-Bildern. Den Stich nur nach Fotos und Text zu lernen ist schwierig genug, da kannst Du die Ablenkung durch einen verdedderten Faden nicht auch noch brauchen. Fädle die Nadel ein. Ungefähr 30 cm Faden sollten nicht doppelt liegen. Ganz wie beim Nähen fangen wir am längeren Ende an.
 
Die Erklärungen stehen jeweils unter dem Bild.

Der Anfangsknoten

Der Anfangsknoten

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Mehr Nadelbinderei

Thursday, October 28th, 2010

Auch wenn ich eine Schreibtischlampe so auf das Bügelbrett stelle, daß sie von oben auf die Stickerei leuchtet, ist es kein Spaß, bei Kunstlicht an den Taschen zu sticken. Also habe ich ein Parallelprojekt angefangen, das sich für “mal eben vor dem Fernseher” eignet: Nadelgebundene Armstutzen, die vom Ellenbogen bis zum Fingeransatz reichen, mit einem Abzweig für den Daumen. Das gleiche bräuchte ich eigentlich auch fürs 18. Jh., und zwar einmal gestrickt (für warm – ach wäre Nadelbinden doch fürs 18. jh. authentisch!) und einmal aus Taft (für schick). Das muß jetzt noch warten. (more…)

Fertich

Monday, October 25th, 2010

Siehe da, nach grad einer Woche mit Feierabendsitzungen sind die Socken fertig!

Die fertigen nadelgebundenen Socken

Die fertigen nadelgebundenen Socken

Nach einer Runde bei 40° in der Waschmaschine waren sie, wie befürchtet, zu klein, aber gerade, gerade noch groß genug. Und so warm, daß ich die nach 10 Minuten ausziehen mußte, weil mir die Füße qualmten.

Nadelbinde-Nadeln

Tuesday, October 19th, 2010

Mal etwas zur Nadel, weil die grad so schön im Bild zum vorigen Beitrag liegt. Die habe ich mir quasi aus Verzweiflung gemacht, weil ich eigentlich eine beinerne bei Reenactors erstehen wollte, aber immer wieder Gelegenheiten verpaßte, mir eine zu einer Veranstaltung mitbringen zu lassen. Also nahm ich zwei kleine Stücke Eichenholz, die von Bau meines Steckbetts übrig waren, und dazu ein paar kleine Stücke Fichte, und sägte mit der Bandsäge daraus kleine Klötzchen von ca. 5x10x80 (Fichte) bzw. 5x10x120 mm (Eiche). (more…)

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht…

Tuesday, October 19th, 2010

… es geht voran! Von wem war das gleich wieder? Ach ja, Fehlfarben.

 
Tja, so ist das bei dickem Garn, noch dazu bei einem eher raumgreifenden Stich: Kaum angefangen, geht’s schon um die Ferse. Ein Farb-Ring entspricht gerade mal zwei Maschenreihen. Einen Nachteil hat es aber auch: Wenn man abnimmt, muß man höllisch aufpassen, weil es sehr plötzlich zu eng werden kann. Ich mußte deswegen schon ein paarmal auftrennen, trotzdem sind manche Stellen so knapp, daß ich mich frage, ob ich die Socken zum filzen in die Waschmaschine tun sollte.

Um die Ferse rum

Um die Ferse rum

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Warme Socken

Sunday, October 17th, 2010

Nun habe ich tatsächlich eine Rechtshänderin gefunden, die nach einigen Anlaufschwierigkeiten in der Lage war, mir den Oslo-Stich in Daumenfessel-Methode linksrum zu zeigen. Und schon ging’s wie’s Brezelbacken! Jetzt noch jemanden, der mich beim Nadelbinden fotofiert, dann könnte ich die kilometerbreite Marktlücke für linkshändige Nadelbinde-Anleitungen schließen.

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Warme Füß’

Friday, October 15th, 2010

Es ist vollbracht!

Ursprünglich wollte ich die Ferse so machen, wie ich es mal gelesen hatte: Ein Mützchen nadeln und dann in den Schlitz einnähen. Aber dann bekam ich einen Tip, wie es einfacher geht: In die Maschen des Schlitzrandes einstechen und eine neue Spirale ansetzen. Na klar!

Es gab nur ein Problem: Abnehmen sieht beim koptischen Stich selten doof aus. Die überspringende Masche will sich ums verrecken nicht klein ziehen lassen. Deshalb habe ich nun, anstatt eine Masche zu überspringen, einfach zwei zusammengenadelt. Viel besser! Abgenommen habe ich immer in der Ecke des Schlitzes, also seitlich an der Ferse – das ergibt dann eine Diagonale, wie man sie auch bei der Bumerangferse hat – , und gegen Ende auch dazwischen, damit die Spitze etwas gerundet wird.

Die fertigen Strümpfe

Die fertigen Strümpfe