Posts Tagged ‘Robe’

Striffeln

Wednesday, September 16th, 2009

Ärmelvolants vorher anbringen oder nicht? Egal, ich mache sie erstmal soweit fertig, dann kann ich immer noch entscheiden.
Streng genommen müßte ich die Kanten durch zweifaches Umlegen versäubern, so wie überall anders auch. Aber leider habe ich beim durchblättern meiner schlauen Bücher keinen einzigen Ärmelvolant gefunden, dessen Unterkante nicht in Bögen oder Wellen geschnitten war. Bögen zweifach umlegen? Nein danke!
 

Ärmelvolants

Ärmelvolants


Das einzig realistische ist also Auszäcken. Auf die Weise kann ich endlich mal die Bogenschere ausprobieren, die ich in weiser Voraussicht sofort gekauft habe, als sie auf den Markt kam, obwohl sie sauteuer war: Bald darauf gab es sie schon nicht mehr. Die Schere schneidet wirklich gut. Ich schätze, es geht genauso schnell oder gar schneller als Auszäcken mit dem Zäckeisen, selbst wenn man Bögen schneiden muß und darauf aufpaßt, keine halben Bögen (von den kleinen) zu schneiden. (more…)

Streiflicht

Sunday, September 13th, 2009

Während des wartens auf eine Absteckhilfe habe ich nun einen Streifen von 6 x 500 und einen von 30 x 250 cm gesäumt (doppelt umgelegt) und Borte aufgesetzt. Der schmale, lange ist für die Vorderkante, der breitere kommt vorn quer auf den Rock.

Besatzstreifen in verschiedenen Stadien

Besatzstreifen in verschiedenen Stadien


 
Da nun die Abnäher gemacht sind, kann es an die leidige Aufgabe des Armel-Einsetzens gehen. Leidig, weil 1. der genaue Verlauf des Armlochs erst noch bestimmt werden muß und es 2. immer wieder ein Kampf ist, bis der Ärmel gut sitzt: Einheften, kontrollieren, raustrennen, etwas drehen, wieder einheften…
 
Vor dem einsetzen der Ärmel ist es sinnvoll, deren Unterkante zu versäubern. Wie sinnvoll es ist, die Ärmelvolants auch schon vorher anzubringen, da bin ich unschlüssig: Man muß nicht die ganze Robe durch die Gegend schleifen, wenn man die Volants aufsetzt, aber dafür sind sie beim Einsetzen der Ärmel auch ganz ordentlich im Weg.

Eine Française für Bayreuth

Monday, August 24th, 2009

Nachdem es letztes Jahr zeitlich nicht geklappt hat mit einer neuen Protzrobe, soll es die ses Jahr endlich werden. Schließlich ist dieses Jahr auf absehbare Zeit der letzte große Opernbesuch – danach werden sich Gelegenheiten für eine große Robe kaum häufen.
 
Der Stoff ist ein graublauer, recht steifer Seidentaft, den ich mal bei StoffamStück ergattert hatte. 10 Meter habe ich davon, was locker reichen müßte. Trotzdem habe ich den Ehrgeiz, möglichst wenig Verschnitt zu produzieren. Wenn nötig, wird die im 18. Jh. gängige Methode des Stoffsparens eingesetzt: Stückeln. Weil ich immer wieder Klagen höre, daß man sich keinen ordentlichen Seidenstoff leisten könne (und deshalb leider, leider auf Dupion/Viskose/Omas Bettwäsche zurückgreifen müsse), habe ich besonders genau dokumentiert, wie man sparsam zuschneidet. Mal sehen, wieviel von den 10 Metern übrigbleibt. (more…)