Biedermeiertracht: Miederleibl

Inzwischen habe ich Schnitte für das Miederleibl bekommen, aber leider muß ich da etwas nacharbeiten: Die Ärmelschnitte gehören offenbar eher in die 1830er bzw. 1850er. Außerdem halte ich es für sinnvoller und der Zeit gemäßer, den gefältelten und bauschigen Oberstoff auf einen Futterärmel zu applizieren, für den kein Schnitt dabei war.
 
Ich versuchte es mit einem Futterärmel von einem 1790er-Schnitt. Nur leider hat der die Längsnaht ganz woanders als der Oberstoff-Ärmel. Blöd, blöd, blöd. Aber das kriege ich schon irgendwie hin.
 
Ich lege nun also zuerst den unteren Ärmelteil auf das Futter. Am Handgelenk und obenrum lege ich den Oberstoff in kleine Fältchen, lasse aber den Teil, der später auf der Innenseite des Armes liegen wird, glatt: Ich möchte ja nicht, daß sich später die Fältchen am Mieder aufreiben. Außerdem war das im Biedermeier offenbar so üblich.

Oberhalb davon kommt ein in dichte, kleine Falten gelegter Streifen. In der Unterkante desselben liegt Paketschnur als Paspel.

Wenn dieser Streifen aufgesetzt ist, bleibt immer noch die obere Ärmelkugel zu bedecken. Das muß ein weiterer gefältelter Streifen leisten. Wo sie zusammentreffen, wird ein schmaler Streifen aufgesetzt, um die Stoffkanten zu verdecken.

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