Vor einer halben Ewigkeit hatte ich mit 200 Jahre alten Kosmetik-Rezepten experimentiert und aus dieser Zeit noch ganze Cochenille-Läuse und Zinn(II)chlorid (=Zinnchlorür) übrig. Ein paar Stränge Wolle waren auch noch übrig. War ja klar, was kommen mußte. Gelb, Oliv oder Schmutzigbraun färbt jedes zweite Unkraut, aber klares Rot (Krapp), Blau (Indigo) und Violett bzw. Scharlach (Cochenille) zu färben, das ist wirklich spannend.
Ich hatte einmal ein Buch aus dem 19. Jh. gelesen, in dem es hieß, man könne auf einem Stück Stoff verschiedene Rottöne erzeugen, indem man den Stoff mit verschiedenen Beizen bedruckte – u.a. mit Alaun, Zinnchlorür und Eisenvitriol. Das Buch bezog sich auf Krapp, aber… Ich beizte die drei verbliebenen Wollstränge mit eben diesen Beizen (Alaun ca. 10%, Zinn ca. 4% und Eisenvitriol ca. 4%) Weiterlesen
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